Hauptgrund der Blog-Entstehung: das weibliche Geschlecht

Warum wurde Herr Mürri mürrisch? Weil er wiederholt etwas versuchte, was aus vielerlei Gründen UNMÖGLICH ist: mit Frauen zu leben. Denn:

Männer können nicht mit Frauen leben. Das ist keine Behauptung, das ist eine Tatsache. Es liegt uns einfach in den Genen, im Blut und in der Geschichte. Mit anderen Worten: Es ist eine biologisch-historisch bedingte Tatsache, dass der Mann ein Einzelgänger ist. Um Ihnen die Spezies Mann und ihre Eigenarten gerade heute am Vatertag näher zu bringen, lassen Sie mich etwas ausholen:

Gott schuf den Mann. Und er sah, dass es gut war. Sehr gut sogar. So gut, dass Gott eigentlich rundum hätte zufrieden sein können. Denn siehe: Alles war spitze. Aber Gott schuf den Mann nach seinem Vorbild. Und da es ein Mensch wurde, kann Gott demnach auch nur ein Mensch gewesen sein. Und Menschen machen Fehler. Statt jetzt alles zu belassen wie es war, vielleicht noch schnell Fußball, schweißabsorbierende Socken und die Zellteilung für Säugetiere zu erfinden, schoss der Herrgott in seinem schöpferischen Eifer etwas über das Ziel hinaus.

»Es ist nicht gut, dass der Mensch allein sei«, sprach der Herr. Unbestritten eine These, der Mann nur beipflichten kann. Wahrscheinlich ging es unserem Urahn auch so, und er freute sich schon auf die kommende Zweisamkeit. Bestimmt hatte er auch schon einen Namen für den Gefährten im Kopf und überlegte gerade, ob er ihm zuerst »Sitz« oder »Bei Fuß« beibringen sollte.

Diese Naivität kostete den Mann eine Rippe und seinen Frieden. Dafür bekam er eine Frau. Bis heute ist die Frage nicht abschließend geklärt, ob das ein fairer Tausch war. Gott jedenfalls hatte scheinbar ein schlechtes Gewissen, denn der Mann bekam dann doch noch seinen Hund.

Wie alle großen Irrtümer der Geschichte, begann auch dieser Schöpfungsakt mit Zustimmung und Begeisterung.

Ich muss nicht daran erinnern, dass die Indianer auch jubelten, als Kolumbus in ihr Leben trat. Und dass dieser Jubel gleichzeitig der Abgesang auf eine Hochkultur war. Und genau wie später Häuptling Rothaut stellte sich auch Häuptling Blödmann hin und sprach: »Danke, Herr. Und das mit der Rippe ist auch in Ordnung. Eine weniger, die brechen kann.«

Dies war dann auch die Geburtsstunde einer Fähigkeit, die den Mann fortan auszeichnete: Sich alles irgendwie schönreden zu können. Obwohl das Reden keine der Fähigkeiten war, die den Mann im Zuge seiner weiteren Entwicklung bis auf Ausnahmen wie mich auszeichneten. Auch in der Genesis tat der Mann erst einmal etwas, dass es ihm noch heute, also Jahrhunderte später, erlaubt, wenigstens den kleinsten Teil seines Stolzes nicht runterschlucken zu müssen: Er konzentrierte sich auf das, was uns die Frauen damals wie heute nicht wegnehmen oder nachmachen konnten und können – er zeugte Kinder. Und was für Kinder! Zwei stramme Jungs, von denen der eine, nämlich Kain, sobald er kräftig genug war, dem anderen, nämlich Abel, mit einem Knochen den Schädel einschlug.

Und dieser Kain wurde dann zum Stammvater der Menschheit. Bitte ersparen Sie mir darauf zu antworten, mit welcher Frau er denn diese Menschheit gründete, wenn seine Eltern doch die ersten und einzigen Menschen gewesen sein sollen.

Bestimmt hat die Kirche dafür eine Erklärung, die nicht im Gegensatz zu den Inzest- Paragraphen unserer Gesetzgebung steht. Aber die Kirche konnte ja auch schon wunderbar erklären, dass während der Sintflut alle Tiere, die nicht auf Noahs Arche waren, ertranken. Sogar die Fische.

Mit Ihrer Erlaubnis entfernen wir uns jetzt etwas vom Lauf der Dinge, wie er in der Bibel beschrieben wird, und wenden uns den Tatsachen zu. Machen wir ein bisschen in Geschichte. Der Geschichte des Mannes.

Der Mann auf der Schwelle vom Affen zum Menschen war ein Tier. Das gleiche Prädikat heften sich seine Nachfolger auch heute noch gerne an. Die einzigen Gemeinsamkeiten liegen dabei aber meistens im Geruch sowie der Angewohnheit, sich zu allen passenden und unpassenden Gelegenheiten im Schritt zu kratzen.

Haben Sie sich übrigens jemals gefragt, warum Mann das tut? Haben Sie je eine Frau gesehen, die sich zwischen den Beinen kratzt? Und ist Ihnen jemals aufgefallen, dass dieses Phänomen zunimmt, je weiter Sie sich in den Süden begeben? Man könnte meinen, dass, je südlicher man lebt, desto größer die Angst wird vor dem Verlust von… ja, vor dem Verlust von was eigentlich? Vor dem Verlust von ca. 2oo Gramm Zellgewebe, das sich nur durch das Blut definiert, das – hoffentlich zum gewünschten Zeitpunkt und in ausreichender Menge und Dauer – hindurch strömt? Oder soll der Griff in die Privatsphäre nur Angst vor dem Verlust und damit die Existenz des Wackelkandidaten Potenz aufzeigen? Wie der prüfende Griff zur Brieftasche das sicherste Indiz für mitgeführte Finanzmittel ist?

Ich kann Ihnen die Frage auch nicht beantworten. Vielleicht, weil bei mir alles zur Zufriedenheit aller Beteiligten funktioniert und sicher an seinem Platze ist. Ich habe gerade noch mal nachgeschaut.

Zurück zum Thema: Der Mann im Zeitalter von ungeheizten Höhlen, rohem Fleisch und fehlender Hygiene. Wonach klingt das nur? Richtig: Nach Junggesellenleben oder der Urzeit. Und mit der wollen wir uns jetzt beschäftigen.

Wie war damals die Beziehung zwischen Mann und Frau? Nun, zuerst einmal muss man wissen, dass der Mann ein Jäger war. Was sowohl für die Nahrung als auch die Frauen galt. Das heißt, er näherte sich seiner Beute nur, um Grundbedürfnisse zu befriedigen. Praktischerweise war die Beute in beiden Fällen stark behaart und wurde mit der Keule ihrer Bestimmung zugeführt. Ein mehr oder weniger wuchtiger Schlag auf den Kopf, und Mammut oder Mami waren fertig zum Vernaschen. Verwechslungen nicht ausgeschlossen, denn der Mann war ja noch nicht der hellste. Und wie gesagt, da war ja noch diese fatale Ähnlichkeit…

Der Urmann hatte kein Wort für »Liebe«, »Treue« oder »Partnerschaft«. Jaaa, jetzt kommen die ganz Schlauen und sagen: Er hatte ja auch kein Wort für »Mikrowelle«, »Ozonloch« und »Präservativ«. Aber damit liefern sie gleich den Grund mit: Gab’s nämlich alles auch noch gar nicht. Die moderne Geschichtsschreibung, die wie alles in zunehmendem Maße in Frauenzeitschriften und auf Duplo-Sammelbildchen stattfindet, will uns zwar die eheähnliche Zweckgemeinschaft unterschieben, aber die Wahrheit ist nun einmal, dass der Mann ein Einzelgänger war. Warum sollte er sich auch an eine Frau binden?

Kochen war mangels Feuers noch nicht erfunden, das körpereigene Fell wurde beim Schlafen automatisch gebügelt, und Staubwischen war eine Tätigkeit, die dem Versuch geähnelt hätte, die Luft in den hohlen Händen aus der Höhle zu tragen.

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